Kostenloser Live-Workshop für Reiterinnen
Entdecke, warum Körper, Psyche und eure Verbindung viel enger zusammenhängen, als die meisten Reiterinnen denken – und wie du genau dort ansetzen kannst, damit dein Pferd sich körperlich besser ausbalancieren und mental entspannen kann.
✨ Live am Montag, 19. Oktober · 19:30–21:00 Uhr
Montag, 19. Oktober · 19:30–21:00 Uhr
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Dein Pferd scheut im Gelände. Es wird plötzlich schnell. In Kurven fühlt es sich an, als würde es nach außen kippen. Du kannst die Zügel kaum länger lassen, weil du nie weißt, wann es wieder hochfährt.
Dann wird meistens am Kopf gearbeitet: mehr Gelassenheitstraining, mehr Gewöhnung, mehr Kontrolle.
Aber wie soll ein Pferd mental loslassen, wenn sein eigener Körper ihm permanent das Gefühl gibt, sich nicht wirklich stabil tragen zu können?
Nicht als „Dressurproblem“ – sondern aus eurem ganz normalen Alltag.
Genau das ist Psychosomatik: Körper und Psyche beeinflussen sich gegenseitig – und beim Reiten kommt noch ein drittes Nervensystem dazu: deins.
Kann dein Pferd seinen Körper wirklich sicher und stabil organisieren?
Viele Pferde lernen vor allem: vorwärts, Kopf und Hals nach unten, weiterlaufen. Aber eine tiefe Kopf-Hals-Position allein bedeutet noch lange nicht, dass ein Pferd genügend Tragkraft, Koordination und Rumpfstabilität entwickelt hat.
Fehlen Kraft und Balance, muss der Körper kompensieren. Wendungen, unebener Boden, Tempoveränderungen oder ein zusätzliches Reitergewicht können dann körperlich anspruchsvoller werden.
Eine natürliche Schiefe ist normal. Entscheidend ist, ob dein Pferd gelernt hat, beide Körperseiten koordiniert zu benutzen, sich auszubalancieren und sich selbst plus Reiter zu tragen.
Was passiert psychisch, wenn Balance ständig schwierig ist?
Ein Pferd erlebt seine Umwelt nicht unabhängig von seinem körperlichen Zustand. Stress verändert Bewegung – und körperliche Unsicherheit kann wiederum Teil einer Stresssituation werden.
Stell dir ein Pferd vor, das bei einer schnellen Wendung, einem Sprung zur Seite oder auf unebenem Boden ohnehin Mühe hat, seinen Körper zu koordinieren. Dann taucht plötzlich ein Reh, ein Traktor oder eine Mülltonne auf.
Genau deshalb interessiert uns bei einem schreckhaften Pferd nicht nur: „Wovor hat es Angst?“ Sondern auch: „In welchem körperlichen Zustand begegnet es diesem Reiz?“
Und dann sitzt du noch oben drauf.
Dein Pferd erschrickt einmal heftig. Beim nächsten Ausritt erinnerst du dich daran. Dein Puls steigt schon an derselben Stelle.
Du nimmst die Zügel kürzer. Deine Beine werden fester. Dein Becken bewegt sich weniger frei. Du möchtest dein Pferd kontrollieren – weil du verhindern möchtest, dass es wieder passiert.
Damit verändert sich aber auch die Bewegung unter dir. Pferd und Reiter reagieren nicht unabhängig voneinander. Aus einem einzelnen Schreckmoment kann so ein körperlich-psychologischer Kreislauf entstehen.
Vielleicht begann alles nur mit einem Pferd, das draußen etwas guckiger war. Doch mit jedem schwierigen Erlebnis lernen Pferd UND Reiter etwas dazu.
Es spannt sich an, wird schneller, fällt in einer Wendung oder reagiert plötzlich stärker auf seine Umwelt.
Ein Geräusch, ein Schatten oder eine Bewegung reichen und aus Anspannung wird Fluchtbereitschaft.
„Was, wenn er gleich wieder losschießt?“ Du beobachtest jede Bewegung und wirst selbst angespannter.
Kürzere Zügel fühlen sich sicherer an. Loslassen und entspannt am langen Zügel reiten wird immer schwieriger.
Dein Pferd spürt deine Spannung. Du spürst seine. Und irgendwann weiß niemand mehr, wer eigentlich zuerst angespannt war.
Erst vermeidest du eine Strecke. Dann gehst du nur noch mit Begleitung. Vielleicht reitest du irgendwann gar nicht mehr aus.
Nicht jedes dieser Probleme hat dieselbe Ursache. Genau deshalb müssen wir lernen, Körper, Psyche und Reiter gemeinsam zu betrachten.
Genau deshalb reicht es manchmal nicht, noch eine Plane aufzubauen oder noch mehr vorwärts zu reiten.
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